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Kapelle “Maria Einsiedeln”

Vorschaubild Kapelle “Maria Einsiedeln”

Im Westen von Immelstetten liegt auf einer Anhöhe die Kapelle “Maria Einsiedeln”, die im ersten Viertel des 19. Jahrhunderts durch den Söldner und Hufschmied Matthäus Zech erbaut wurde. In den Jahren 1810 bis 1824 unternahm der Immelstetter Schmied drei Fußwallfahrten in den gleichnamigen Schweizer Wallfahrtsort zum dortigen Gnadenbild. Von einer dieser Pilgerreisen brachte er ein Abbild des Marienbildes mit und erbaute die Kapelle, die er nach dem Herkunftsbild des Abbildes benannte. Im Lauf der Jahrzehnte wurde die Kapelle mehrfach restauriert, ehe sie 1980 vom Landesamt für Denkmalschutz in die Liste der geschützten Gebäude aufgenommen. Letztmals erfolgte im Sommer 1994 eine Renovierung und Weihe.

Kirche

Der Rechteckbau mit neuer Holzdecke ist gekennzeichnet von einem halbrunden Schluss im Westen, einer neuen Stichbogentür am Westende der Nordwand und je zwei kleinen, eingezogenen, rundbogigen Fenstern in den Längswänden. An der Ostfassade findet sich eine vermauerte Korbbogentür, profiliertes Giebelsohlgesims und ein dreilappig geschweifter Giebel mit zwei Pilastern. Der moderne Altar an der Ostwand zeigt in einem großen Holzschnitt die Muttergottes von Einsiedeln von J. St. Öchslin aus dem 18. Jahrhundert. Die Holzfiguren, u.a. die Mater Dolorosa und der Hl. Vitus stammen ebenfalls aus dieser Zeit. In die Mitte des 18. Jahrhunderts sind die 14 kleinen Leinwandbilder des Kreuzweges einzuordnen, die in großer Kartusche mit Rocaillerahmen zusammengefasst sind.