Weihnachtsblasen nach der Kirche

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Veranstaltungsort

Kirche “St.Vitus” Immelstetten

Öffnungszeiten:

Die erste urkundliche Nennung des im Norden der ehemaligen Herrschaft Irmatshofen am westlichen Ufer der Zusam gelegenen Straßendorfes findet sich im Jahr 1096, doch dürfte die Rodesiedlung schon früher als Ausbau des Herrschaftssitzes Bürgle entstanden sein. Bei einer Schenkung Herzog Welfs VI. an das Kloster Polling im Jahre 1147 tritt der welfische Lehensmann “Adelgolz von Emilinstettin” als Zeuge auf. Auf dem “Spiegelacker” fand man 1914 ein kleines Steinbeil der Schuhleistenform, einen tönernen Spinnwirbel und Feuersteinfragmente der Jungsteinzeit. Von einem welfischen Ortsadel, auf dem Flurnamen “Schlossberg” beruhend, hat vermutlich das Domkapitel Augsburg den “Halbhof” erhalten, der in einem 1150 angelegten Verzeichnis der kapitelischen Oblaigüter aufgeführt wird.

 

Die im Kern wohl spätmittelalterliche Pfarrkirche “St. Vitus” in der nördlichen Hälfte des Straßendorfes am Kirchbach auf einem ansteigenden Hügel gelegen, war ursprünglich vermutlich Filialkirche von Steinekirch. Das Patronat kam mit der Herrschaft Wald an das Haus Fugger-Babenhausen. Anno 1711 unter Pfarrer Sebastian Seybold wurde die “alte, niedrige und übel bedachte Kirche” völlig umgebaut und erhöht durch Maurermeister Valerian Brenner, Günzburg, Zimmermeister Hans Jakob Wachter, Markt Wald und Stukkator Thomas Merckh von Wessobrunn. 1712 wurde von Maler Martin Raiser, Obergünzburg, die Decke getüncht und 1713 die Kirche geweiht. Nicht mehr erhalten ist das Chorgestühl von 1718 und die Kanzel von 1732. Im Jahr 1734 reparierte Abraham Bader aus Mindelheim den Chor und stuckierte ihn neu; im Langhaus brach er das Gesims ab.

 Kirche 

 

 Kirche 

Umfassende Restaurierungen fanden 1885, 1923/24, 1955/59 und 1986/87 statt, wobei die aus der Zeit des Kirchenbaus stammende Einrichtung vielfachen Veränderungen unterworfen war. Doch stammen die vier Figuren der Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und Johannes in den flachen Muschelnischen am polygonalen Korpus der jetzigen, neubarocken Kanzel noch aus der Zeit des Kirchenbaus um 1730. Bei der Renovierung 1923 wurde ein Sonnenuhren – Fresko an der südlichen Langhausmauer aus dem 18. Jahrhundert und Szenen der Vitus – Legende von 1711 im Innern freigelegt. Im Jahre 1959 entdeckte man eine lateinische Inschrift, die besagte, dass Pfarrer Dominikus Waldner 1746 auf eigene Kosten den Altar errichtete.

 

Einen historischen Augenblick erlebt die Staudengemeinde, als im April 1987 die aus drei Eisen bestehenden Glocken aus dem Jahre 1919 heruntergeholt und im Juli des gleichen Jahres das Geläut durch vier Glocken aus Bronze für die Patrone der Hl. Dreifaltigkeit, Hl. Maria, Hl. Vitus und Hl. Joseph ersetzt wurden.

Veranstalter

Musikvereinigung Immelstetten-Mittelneufnach

Schwabmünchner Straße 15
86868 Mittelneufnach

www.musikvereinigung.de

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